Anwendung der Ersten Hilfe
· Bewusstlosigkeit stabile Seitenlage (Bewusstlosenlagerung) Alarmieren, Überwachen, besonders Atmung und Puls, Vor Witterung und Wämeverlust schützen Elektrounfälle Stromzufuhr / Stromkreis unterbrechen (1. Sicherung, 2. Stecker) Patienten nicht berühren solange die Stromzufuhr nicht unterbrochen wurde. Sofort Fachhilfe holen (Telefon 144) ABCD-Schema anwenden Hitzschlag / Sonnenstich (hochroter Kopf, trockene und heisse Haut, schneller Puls, Bewusstseinsveränderung) Sofort an den Schatten bringen. Kopf und Oberkörper hoch lagern. Kalte Umschläge auf Stirn und Nacken. Möglichst bald zu trinken geben Hirnerschütterung Bei Bewusstlosen: stabile Seitenlage. Bei Patienten mit Bewusstsein möglichst bequeme Lagerung (Kopf und Oberkörper hoch lagern). Immer den Arzt benachrichtigen Insektenstiche Stachel mit Pinzette vorsichtig entfernen. Geschwollenen Körperteil kühlen und hoch lagern (kühlende Salbe oder Gel auftragen). Bei Allergie oder Stich in der Mundhöhle: Sofort Arzt aufsuchen, nötigenfalls lebensrettende Sofortmassnahmen einleiten Prellungen / Quetschungen In schweren Fällen immer an innere Verletzungen denken. Ruhig stellen, hoch lagern. Bei Blutergüssen Kälte anwenden (Kältebeutel). Nach Abschwellung Wärme anwenden (Wärmebeutel) Sturzunfälle Knochen nicht in Normalstellung schieben. Bei offenem Knochenbruch steriler Wundverband. Bei Verdacht auf Rückenverletzung: Patient muss absolut ruhig liegen bleiben, keine Bewegungsversuche, keine Fragen mit Kopfnicken beantworten. Ruhig stellen Verstauchungen und Zerrungen Hochlagern und ruhig stellen. Kälte anwenden (gegen Schmerzen und Schwellung z. B. Eisbeutel, jedoch nicht direkt auf die Verletzung; kalte Kompressen), elastischer Verband anlegen. Im Zweifelsfall zum Arzt Vergiftungen Bei Patienten mit Störungen der Lebenszeichen Notruf 144 und ABCD-Schema. Bei Patienten ohne Störung der Lebenszeichen das Tox-Zentrum, Zürich anrufen (Tel. Nr. 145). Dabei wenn möglich Angaben machen wie viel von was wann eingenommen wurde. Giftspuren sichern zur späteren Identifizierung Verbrennungen Brennende Kleider löschen ( je nachdem mit Wasser, einwickeln in Decken, Patienten am Boden rollen). Brandstellen kühlen (kühles Wasser, mindestens 20 bis 45 Minuten). Brandstellen gegen Verschmutzung abdecken. Bei grossen Verbrennungen alarmieren. Achtung: Kleiderfetzen nicht wegreissen / Blasen nicht aufstechen / Verbrennungen nie mit Salbe, Puder, usw. behandeln Verätzungen Augen: Lider öffnen, mit mässigem Wasserstrahl von Nasenseite her nach aussen 15 Minuten spülen. Haut: Kleider entfernen, Haut mit Wasser 15 Minuten kräftig spülen, Trockenverband. Arzt oder 144 anrufen Wunden: Grundsätzliches Bei jeder Wunde ist der Impfstand auf Tetanus zu kontrollieren. Bei grossem Blutverlust zum Arzt. Tiefe Verletzungen, Stichverletzungen am Bauch und am Brustkorb, Wunden im Gesicht oder über Gelenke gehören möglichst schnell in ärztliche Behandlung Wunden: Klaffende und tiefe Verletzungen Blutstillung bei stark blutenden Wunden bzw. Grobreinigung der Wundumgebung. Desinfizieren mit flüssigem Desinfektionsmittel, kein Puder und keine Salbe. Verband (Notverband) für Arztbesuch. Bei starker Blutung ist ein Druckverband nötig (sterile Gaze, Stoffpolster auf Wunde, Binde straff anbringen) Wunden: Kleine Schnitt- und Schürfwunden Wundumgebung reinigen. Wunde reinigen und desinfizieren mit flüssigem Desinfektionsmittel, kein Puder und keine Salbe. Sterile Kompresse, Verband oder Heftpflaster (nie Watte direkt auf die Wunde)
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Anwendung
Hildisrieden
Unerwartet stehen Sie eines Tages neben einem Verletzten. Es kann Ihr Kind, ein guter Freund oder ein Fremder sein. Sind Sie nicht froh, wenn Sie wissen, was zu tun ist? Mit Ihrer Ersten Hilfe verhüten Sie eine Verschlechterung des Zustandes bis zum Eintreffen des Arztes oder machen ärztliche Hilfe überflüssig. Sie können sogar zum Lebensretter werden... Auf dieser Seite finden Sie Erste-Hilfe-Massnahmen für die häufigsten Unfallsituationen. Diese Kurzinformationen ersetzt keinen Nothilfe- oder Samariterkurs. In den Kursen der Samariter lernen Sie, im Ernstfall richtig zu helfen.